Wie du deine Ziele findest

Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste was ich wollte

Zitat aus einem Buch, dessen Titel mir entfallen ist

Nicht allen erschließt sich das Ziel klar und deutlich vor Augen. Vielleicht liegt es daran, dass du einfach viele Interessen hast. Oder du weißt im Moment nicht wirklich, welche Richtung du einschlagen sollst oder wo deine Stärken liegen.

Ich arbeite an dieser Stelle gerne mit den unbewussten Persönlichkeitsanteilen und Gefühlen. In diesem Bereich schlummern jede Menge Energien und diese sollten wir nutzen. In einem späteren Schritt fügt der Verstand die einzelnen Puzzleteile zusammen und wir wissen wohin die Reise uns führt.

Mit diesen Übungen kommst du eventuell deinen Zielen und Visionen ein Stück näher.

Sport hilft mir nicht nur dann, wenn ich einen klaren Kopf brauche und abschalten muss. Sehr oft passiert es mir, dass ich Antworten auf Fragen finde, die mich schon lange beschäftigen.

101 Ziele

Sieh diese Übung in erster Linie als Spiel und schreib einfach alles auf was dir spontan in den Sinn kommt. Die ersten 30 werden dir vermutlich noch leicht fallen, aber dann wird es schon eine ziemliche Denkaufgabe. Ich begann mit dieser Liste während einer Heimfahrt von einem spontanen Wochenendtrip.

Dann lag der Zettel einige Zeit auf meinem Schreibtisch und jedes Mal wenn mir eine Idee kam, notierte ich sie. Vieles auf dieser Liste fiel mir auf der Laufstrecke ein. Training im anaeroben Bereich war sozusagen mein persönlicher Coach.

20 mal Spaß

Diese Übung stammt von Julia Cameron aus ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“. Es geht dabei darum, dass du spontan 20 Tätigkeiten aufschreibst, die so klingen als ob sie Spaß machen.

Ein weiterer Tipp von ihr sind die Morgenseiten. Dabei schreibst du gleich nach dem Aufwachen drei Seiten voll. In dieser Zeit hat der Verstand Pause und du kommst an dein Unterbewusstsein heran. Wichtig ist nur, dass du dich während des Schreiben nicht zensierst und an Formulierungen feilst.

Was ist wenn

Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Visionboard

Ein Visionboard ist nichts anderes als eine Ideenmappe. Ob du deine Inspirationen an eine Pinnwand heftest oder Bilder in einem Ordner sammelst, spielt keine Rolle. Es kommt dabei nur darauf an, dass du alles sammelst was dir gefällt.


Warum sind Ziele wichtig

Tagträume, Luftschlösser und Kritik von Eltern – wenn wir als Kind zu plaudern begannen, wurden wir kritisiert. Denn schließlich wird uns von klein auf eingetrichtert, unsere Zeit sinnvoll nützen. Dabei haben wir jedoch etwas Entscheidendes verlernt – uns Ziele zu setzen.

Ein Ziel ist ein Punkt, Ort oder Zustand den wir erreichen wollen.

So lautet die Definition von Ziel und wenn wir von „erreichen“ sprechen, dann liegt das in der Zukunft. Wenn du deine Ziele nennst, hast du vielleicht schon einen ungefähren Plan, wie der Prozess ablaufen könnte. Außerdem beinhaltet ein Ziel, dass du dich verpflichstest etwas zu tun – und zwar dir gegenüber.

Ziele beinhalten einen konkreten Plan

Ziele schaffen Orientierung

Ich träumte als Kind davon, Meeresbiologie zu studieren um mit Delfinen zu schwimmen und die Ozeane vom Müll zu befreien. Oder Turnierreiterin zu werden. Als Kind waren es Träume, die sich aber mit der entsprechenden Unterstützung in ein Ziel verwandeln hätten können.

Ein Kind benötigt Unterstützung, um einen Wunsch in ein Ziel zu verwandeln. Als Erwachsener bist du in erster Linie selbst dafür verantwortlich.

Wenn du dir etwas so sehr wünschst, hast du eine Richtung in die du dich bewegen möchtest. Du irrst nicht ziellos umher wie in einem Labyrinth, sondern hast dir Gedanken über mögliche Wege gemacht. Du hast die Landkarte studiert. Das motiviert dich und du weißt, warum du in der Früh aufstehst.

Ziele führen dazu, dass wir fokussiert auf etwas hinarbeiten und das wiederum macht uns zufriedener. Am Abend hast du vor Augen, was du konkret getan hast, um dein Ziel zu erreichen – das stärkt zusätzlich dein Selbstbewusstsein.

Unterschied zwischen Träumen und Zielen

Träume sind Luftschlösser und ganz nett, aber dennoch wichtig. Vielleicht entwickeln sich daraus irgendwann Ziele, aber solange du keinen konkreten Plan hast, wie du deinen Traum zur Realität werden lässt, bleibt es ein Traum.

Mach dir Gedanken, wie du deinen Traum umsetzen willst. Entwickle einen Plan. Wenn dieser Schritt gelingt und du diesen Traum noch immer verwirklichen willst, hast du ein Ziel vor Augen.

Selbstgesetzte vs fremdbestimmte Ziele

In der Schule müssen wir die Ziele der anderen erreichen. Sei es nun die unserer Eltern oder die des Lehrplans. Das führt zu Durchhängern und erschwert die Motivation. Dummerweise werden wir dabei konditioniert und nach der Ausbildung verfolgen wir weiterhin fremde Ziele.

Finde deine eigenen Ziele, denn es ist dein Leben und nicht das der anderen. Nur weil alle in deiner Familie im Staatsdienst arbeiten, musst du das nicht auch tun. Hier eine Grenze zu ziehen kann ganz schön schwer sein, insbesondere wenn Druck ausgeübt wird. Früher oder später führen solche Entscheidungen aber zu Frustration und im schlimmsten Fall zu Krankheit.

Was noch leidet, wenn du dir fremde Ziele aufdrücken lässt, ist die Motivation. Bei selbst gewählten Zielen hingegen entwickelst du Leidenschaft für die Sache, oder fachlich gesagt: intrinsische Motivation. Diese Art der Motivation kommt aus dem Inneren und führt dazu, dass du wie ein Kind an die Sache herangehst, nämlich als ob es ein Spiel wäre. Dann wird die Uhrzeit egal, du wachst vor dem Läuten des Weckers auf und du beginnst zu strahlen, wenn du von deinem Ziel erzählst.

Ziele – was sie bewirken

  • Ziele schaffen Klarheit und Fokussierung
  • motivieren uns zu Leistung
  • machen zufrieden und erhöhen das Selbstbewusstsein
  • wir bleiben an einer Sache dran – wir lernen Disziplin
  • wenn wir in kleinen Schritten, aber dafür täglich an der Erreichung eines Ziels arbeiten, sind wir stolz auf uns – das stärkt die Selbstachtung
  • wir strahlen positive Energie aus

Nun weißt du, wie sich Ziele auf dein Leben auswirken und möglicherweise stehst du vor dem gleichen Rätsel wie ich seinerzeit: Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste was ich wollte. Wie finde ich meine Ziele?

Kosiak (2024m) mit Startpunkt Bodental

Die Müdigkeit an diesem Morgen war noch nicht verschwunden als es kurz vor acht Uhr Früh hieß: Raus aus dem Auto, Wanderschuhe anziehen, Rucksack schnappen & starten. Es stand uns an diesem Julimorgen ein nebliger, nasskalter Aufstieg bevor. Wobei sich die gedämpften Temperaturen als Segen herausstellen sollten. Weiterlesen